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Re: Pferd verkaufen? kN
Also, ich schließe mich der Meinung an, das Pferd, so du den Eindruck hast, dass es nicht leidet, erstmal zu behalten.
Ich habe nämlich aus ähnlichen Gründen mal mein damaliges Pferd weggegeben und das im Nachhinein bitter bereut und wie hier jemand schon schrieb: es gibt immer solche Phasen, in denen es mal nicht so klappt mit der Zeit.
Solange kein Geldproblem da ist und das Tier so "nebenher" mitlaufen kann, solange würde ich mir über eine Abgabe nicht so viele Gedanken machen.
Es ist nicht einfach, den richtigen Menschen für das geliebte Tier zu finden und auch, wenn man meint, man hätte den gefunden, dann kann sich das im Nachhinein immer noch als Fehler herausstellen.
Das weiß ich aus eigener Erfahrung und das ist wirklich grausam.
Denn dann gehört einem das Tier nicht mehr und man kann NICHTS tun, solange nicht gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wird oder so.
(Ich hatte übrigens - danke, danke lieber Gott, das Wahnsinnsglück, das Tier dann 1,5 Jahre später wieder zurücknehmen zu können, obwohl meine Situation zu dem Zeitpunkt noch schlechter war, da ich da arbeitslos war. Dennoch, das war das Richtige).
Ich denke, dass auch wenn das Tier sehr menschenbezogen und verschmust ist, es ja letztendlich doch ein Pferd ist und primär die pferdische Gesellschaft liebt. Die ist ja vorhanden und sie scheint sich ja dort sehr wohl zu fühlen, wenn sie sich endlich in eine Gruppe integrieren konnte. Schon alleine deshalb würde ich sie da nicht einfach rausreißen.
Schmusen kann sie ja auch mit den anderen Pferden.
Was die allgemeine Pflege angeht...
Naja.
Die Hufe werden ja gepflegt.
Wenn die Mähne lang wird und zottelig, dann ist das ja per se kein Schaden für das Pferd
Und ein schmutziges Fell, solange es sich um normalen Dreck wie Schlamm und Sand und Staub handelt hat auch noch keinem Pferd geschadet.
Das tut doch meistens eher dem Menschen weh, weil der jeden Tag duscht.
Das Pferd an sich nimmt doch eh lieber ein Sand- oder Schlammbad. :)
Ich denke auch, dass du es dem Tier ja ansehen kannst, ob es sich wohl fühlt, so wie es gerade lebt.
Meine Erfahrung ist die, dass sich viele Pferde ja auch nur notgedrungen dem Menschen nah anschließen. Sie haben ja keine Wahl und manchmal noch nichtmal richtige Pferdefreunde oder kennen es eben nicht anders.
Wenn die Grundbedingungen gut sind (Pferdekontakt, Herdenanschluss, genug Platz, gute Versorgung mit Futter), dann benötigt doch eigentlich kein Pferd einen Menschen.
Dennoch.
Eines würde ich dir trotzdem empfehlen:
Nach einer RB weitersuchen, die mehr Zeit hat.
Denn wenn das Pferd total "verwildert", dann wird es immer schwieriger, einen Menschen für so ein Tier zu finden.
Denn eines muss man immer im Hinterkopf haben, finde ich:
Man weiß nie was das Leben bringt und es kann Umstände geben, in denen man ein Tier wirklich nicht behalten kann. Krankheit, Geldprobleme und schlimmeres.
Dann ist es immer gut, ein umöglichst nproblematisches Pferd zu haben, weil das den Kreis der potentiellen guten Nachbesitzer entscheidend vergrößert.
Ist vielleicht etwas weit vorausgedacht aber ich habe schon so viel mitbekommen ("Mein Pferd hört nur auf mich, ich bin die wichtigste Bezugsperson") was dann im Nachhinein ein großer Schaden für das Tier war.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Versuche nach Möglichkeit, das Tier zu behalten.
Es scheint ja nicht wirklich unter der Situation zu leiden und hat endlich Pferdeanschluss gefunden.
Und suche weiter nach einer RB.
Wer weiß, irgendwann kommt schon die richtige Person, die auch zu einem abgelegenen Stall fährt.
LG
Lara
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