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Re: Blutwürmer k.N.

Antwort auf: Blutwürmer k.N. ()

Dagegen wurde das Pferd bestimmt behandelt, und ihr entwurmt doch sicher regelmäßig in ausreichender Dosierung. Oder?

Die großen und kleinen Palisadenwürmer!
Die großen Strogyliden gelten als die gefährlichsten Parasiten des Pferdes.
Es werden drei Unterarten unterschieden (Strongylus vulgaris / equinus / edentarus), von denen der auch Blutwurm genante Strongylus vulgaris der der gefährlichste ist und auch als Pferdekiller bezeichnet wird. Mit nur 1,7 - 2,5 cm Länge sind diese rotbraunen Rundwürmer recht klein. Dennoch richtet der große Palisadenwurm erheblichen Schaden an.
Die erwachsenen Blutwürmer leben in Blind- und Dickdarm, wo die Geschlechtsreifen Weibschen auch ihre Eier ablegen, die dann mit dem Kot ausgeschieden werden. Innerhalb von 5 - 8 Tagen verlassen die Larven den Kot und werden mit dem Futter (Weidegras / Heu / Stroh / belecken von Wänden) aufgenommen.
Durch die Blind- und Dickdarmschleimhäute gelangen sie in kleine Arterien und bewegen sich entgegen der Fließrichtung in andere Arterien bis in die Aorta. Dabei beschädigen sie Gefäßwände und es kann zu Entzündungen und Blutgerinnseln kommen. Durch verminderte Durchblutung von Darm und Hinterhand zu kann es Lahmheiten bei Belastung und zu Koliken kommen. Erst kurz vor der geschlechtsreife wandern sie zurück in den Blind- und Dickdarm, paaren sich und beginnen selber mit der Eiablage. Zu diesem Zeitpunkt sind etwa 7 Monate vergangen.
Die Würmer der Gattungen equinus und edentarus wandern vom Darm in die Leber und nach einigen Wochen wieder zurück. Erst im Blind- und Dickdarm schließen sie ihre Entwicklung ab. Bis dahin ist die Leber bereits beschädigt und vernarbt.
Die Larven der großen Strogyliden lieben Feuchtigkeit. Sie klettern an allem feuchten hoch, um so über Gräser und Stalleinrichtungen vom Pferd wieder aufgenommen zu werden. Eine Infektion über Grünfutter von kontaminierten Weiden ist so auch möglich, dasselbe gilt für feuchte Stallböden. Die Larven überdauern Trockenzeiten und Winter in der Grasnarbe!
Quelle: foodstock

Links dazu:
http://de.merial.com/equine/disease/strongylus.asp
http://www.springerlink.com/content/nl17k8kh46847057/

LG
Sonja

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