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Altes Pferd wieder antrainieren
Hallo,
hier geht es um meine 23-jährige Ponystute, ist aber über Endmaß groß.
Seit ca. 5 Jahren konnte ich mich leider kaum ums Pferd kümmern, das hatte berufliche und private Gründe, die ich hier nicht näher beschreiben möchte.
Vor ca. 3 Jahren lahmte sie leicht hinten rechts, der TA meinte es könnte Arthrose sein, Pferd sollte longiert werden. Die Reitbeteiligung machte es kurze Zeit, da wurde es besser.
Vor ca. 2 Jahren lahmte sie dann vorne, mal links, mal rechts...
Vor einem Jahr stand sie in einer Klinik, hatte angeblich vorne rechts eine Hufgelenksentzündung, die man aber lt. TÄ kaum auf dem Röntgenbild sehen konnte...
Bin nicht davon überzeugt, ob es wirlich eine Hufgelenksentzündung war!
Seitdem lahmt sie vorne nicht mehr. Der Schmied in der Klinik fragte, warum sie denn überhaupt 4 Eisen hat? Hinten bräuchte sie absolut keine, seitdem läuft sie hinten barfuß.
Seit ca. 5 Monaten läuft sie nun auch vorne barfuß, das klappt super :) Sie hatte Eisen, seitdem sie 5 Jahre alt war, solange ist Stütchen auch schon bei mir. Sie hat super Hufe und auch eine tolle Hornqualität. Frage mich nun auch, warum ich sie überhaupt jemals beschlagen ließ...
Ihre Hufe werden nun von einem Huforthopäden alle 4 Wochen gemacht, nach der Biernat-Methode.
Die Reitbeteiligung sagt immer, sie bewegt kein "stocklahmes" Pferd. Dabei konnte von sowas nie die Rede sein, es war immer nur ein leichtes "ticken".
Vor ein paar Wochen "tickte" Pferdchen wieder hinten rechts, TA kam, das Sprunggelenk wurde geröntgt.
Mit viel Phantasie könne man einen minimalen Ansatz zum Spat sehen. Deshalb könnte sie eigentlich nicht lahmen. Bei der Beugeprobe hinten rechts lief sie lahm, aber nicht viel.
Pferd sollte über Schrittstangen geführt oder geritten werden, um das Sprunggelenk zu trainieren, nach absetzen von Hippopalazone sollte mit dem Traben angefangen werden.
Leider machte die RB rein gar nix, ein "lahmes" Pferd dürfe man doch nicht bewegen! Außerdem würde sich das in der Box am wohlsten fühlen! Ja klar
Noch was zur Haltung des Pferdes: Im Sommer große Weiden, ca. 5-7 Stunden am Tag. Im Winter Paddock, 1-2 Stunden, ansonsten Boxenhaltung.
Nun kümmere ich mich wieder selber täglich ums Pferd. Spazierengehen über Asphalt, Waldboden, Schotter, steinigen Boden. So ist leider das Gelände hier.
Auch longiere ich fast täglich.
Das mache ich erst seit 2 Wochen wieder. Anfangs lief das Pferd sehr steif (trotz Weide), es wird von Tag zu Tag besser.
Beim longieren tickt sie vielleicht die ersten 2-3 Runden im Trab, bin mir da nie sicher. Gucke wohl schon zu genau hin, und sehe was, was gar nicht ist... Dann sieht man gar nix mehr im Trab, ich kanns kaum glauben. Aber das sagten auch schon mehrere Leute, sie tickt nicht!
Ich bin der Meinung, wer rastet, der rostet!
Die TÄ sagten auch immer, das Pferd soll viel bewegt werden, auch der Huforthopäde sagt das...
Achja, ein Osteopath war auch schon mehrmals da, hatte was am Rücken eingerenkt, bei der Nachkontrolle war alles ok. Demnächst kommt der nochmal zum Gucken.
Habe die Stute damals sehr viel bewegt, stundenlange Ausritte, Dressur- und Springtrainig, und Turniere.
Mache ich da nun alles richtig? Longieren, und spazierengehen? Mein Traum wäre es, mal wieder zu reiten :) Natürlich nicht viel, bißchen im Gelände im Schritt. Mal Trab und Galopp auf dem Reitplatz.
Wenn das nicht geht, auch nicht schlimm.
Klar ist das Pferd nun schon 23, eine alte Oma springt ja auch nicht aus dem Bett und joggt los...
Vor dem Reiten möchte ich sie aber etwas aufbauen. Bisher hab ich sie nur am Halfter longiert, demnächst dann mit Trense und ausgebunden.
Würde mich über eure Meinungen dazu freuen :)
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