Pferdenotruf Archiv 2000
Re: nervenschnitt
: mein 10 j. wall. hat starke probleme mit der
: hufrolle. meine letzte chance ist ein
: nevenschnitt.
: ich weiß nur nicht viel darüber.
Hallo Karolin
Den bisherigen Antworten möchte ich mich im Großen und Ganzen anschliessen.
Zu bedenken ist aber noch folgendes:
Wie schon gesagt behebt die Neurektomie nur das Symtom aber nicht die Ursache!! Das heißt, daß die Krankheit unkontrolliert weiter fortschreiten kann. Der Hufrollenapparat ist ein sehr komplexes Gebilde an dem ein Bestandteil, mehrere oder auch alle gleichzeitig erkranken können. In einem früheren Beitrag habe ich das schon einmal genauer erklärt.
Neurektomierte Pferde sind für den Turniersport gesperrt.
Zu bedenken gebe ich auch, daß es im Extremfall (bei weiterem Fortschritt) zu Fraktur des Strahbeines oder auch zum Abriss der Beugesehne kommen kann. Passiert das in der der Bewegung mit Reiter, brauche ich vor möglichen Folgen wohl nicht zu warnen. Ich persönlich würde ein neurektomiertes Pferd nicht reiten (MEIN KNOCHEN SIND MIR DNN DOCH WICHTIGER) Eine Neurektomie sollte also (wenn überhaupt) die allerletzte Möglichkeit sein.
Die meisten "Hufrollen"-Pferde sind mit Sonderbeschlag, tiermedizinischer und homöophatischer Hilfe ans Laufen zu bringen.
Gerade im Bereich Beschlag sollte man hier "probieren", da es keie 08-15 Lösung gibt.
Ich persönlich bin also (von Ausnahmen abgesehen) prinzipiell gegen eine Neurektomie. Das stellt meine eigene Meinung dar, und ist deshalb nicht der Weisheit letzter Schluss!!!.
Es sollte in jedem Einzelfall individuell Entschieden werden.
Dirk Schäfer Staatl. gepr. Hufbeschlagschmied
http://www.pferd-und.huf.de
Copyright © 2007-2010 RL-Consult GmbH




