Pferdenotruf Archiv 2000
wildes problempferd
Seit einigen Wochen, steht mein Irish-Tinker Wallach in einer neuen Herde im Offenstall. Die Koppeln sind in Sommer und Winterkoppeln unterteilt, die ca. 2km auseinanderliegen. Zu den 7 Pferden/Ponys gehört auch eine angebliche Traberstute die leider immer noch auf der Sommerkoppel steht. Wir haben ihr ein Gesellschaftspferd aus der Hrede da gelassen, was sich eindeutig auch nicht wohl getrennt von seiner Herde fühlt. Das eigentliche Problem ist, das diese Stute sich nicht richtig anfassen,geschweige denn aufhalftern läßt. Die Besitzer habem sie vorm Schlachter freigekauft obwohl die Stute angeblich erst 6 Jahre alt sein soll. Das Tier kommt aus grauenhaften Zuständen, was genau diesem Pferd aber widerfahren ist entzieht sich unserer Kenntnis. Die Stute wurde vor ca. 6 Monaten mit dem Pferdeanhänger gebracht und konnte nur mit Mühe dort rausgeholt werden. Sie war mit einen Heustrick angeknotet und führte sich auf wie verrückt. Sie stieg und schlug um sich. Am schlimmsten war aber das sie einen gar nicht die möglichkeit gab sie loszuschneiden, da sie einen mit gebleckten Zähnen angriff. Nach einiger Mühe und einigen Bißverletzungen war es geschaft. Sie wurde erstmal getrennt von der Herde gestellt. Zu unserem bedauern bekam sie irgendwie das alte gammelige Halfter ab. Tja, und nun bekommt man kein neues drauf und selbst wenn ,wäre niemand in der Lage die Stute zu halten. Seit 5 Monaten wird mit dem Tier gearbeitet, unter anderem mit Bachblüten, Mittlerweile läßt sie sich vorsichtig streicheln wenn man sie mit einer Schüssel füttert. Eine unvorsichtige Bewegung aber und sie weicht wieder zurück. Das kann so nicht weitergehen, die Stute muß mal untersucht, geimpft und entwurmt werden. Die Hufe sind auch in einem furchtbaren Zustand und vorallem müssen die beiden zu den anderen auf die Winterkoppel. Dort ist schon ein Paddock abgetrennt mit eigenen Unterstand. Ich möchte noch erwähnen, das wir schon einen Anhänger organisiert hatten, die Stute mit der dopellten Dosis Vetranquil gefüttert hatten und sie trotzdem kämpfte wie ein Löwe! Meiner Meinung gehört das Tier in eine Box, wo man sich viel intensiver mit ihr beschäftigen könnte und sie übers füttern zutaulich gemacht werden könnte. Ich bin der Meinung das sie in der Freilandhaltung zu unabhängig vom Menschen ist und sie ihm viel besser aus dem Weg gehen kann. Mittwoch soll jetzt ein zweiter Versuch gestartet werden. Bitte, hat irgendjemand eine Idee wie wir es angehen könnten oder was wir in Zukunft mit diesem Pferd machen sollten.
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