Pferdenotruf Archiv 2008
„Sie klebt mir richtig am Hintern“GANZ lang, sorry
….soll ich das irgendwie (positiv) „ausnutzen“?
Meine Hörnchen darf ja zur Zeit nur bedingt raus (Augenverletzung, s.u.)
Paddock & Weide is eh nicht drin (für alle 4), weil absolute Beine-Brecher-Buckel-Pisten durch knallhart gefrorenem Boden.
Morgen frage ich meinen TA, ob ich sie evtl. mit einseitig abgedunkelter Fliegenmaske (haben wir noch vom letzten mal) hin und wieder reiten/longieren kann.
Geht ja nicht nur um den Staub, sondern auch um das grelle Licht.
Zur Zeit lasse ich sie eben immer einige Zeit in der Halle austoben, sonst ist die Box tagsüber abgedunkelt, nachts mache ich offen (wenn es nicht friert, sonst sind die Tränken der ganzen Reihe sofort dicht…)
Die anderen drei toben zusammen in der Halle – ist mir für sie (dabei) noch zu riskant.
Absolute Haftbedingungen, sie tut mir richtig leid.
Sie war schon immer mein „Einsfuffzig-Hund“, läuft mir vom allerersten Tag, an dem ich sie gesehen habe, hinterher (war von mir aus Liebe auf dem ersten Blick
, immer noch – von ihr aus vielleicht auch?)
Nun klebt sie in der Zeit ihrer Verletzung ganz besonders an mir, habe ich gemerkt. Anfangs habe ich sie nur morgens und abends im Dunkeln geführt. Im „hellen Bereich“ (Stall-Licht), war sie zwar munter, machte aber keinen Blödsinn oder wollte toben (habe da noch andere „Exemplare“, DIE darfste aber nach einiger Zeit nur noch mit Trense führen – sie ist voll am Halfter handlebar….)
Wo es ganz dunkel ist und ich selbst kaum was sah, blieb sie immer absolut auf Tuchfühlung, zwei, drei Schritte, kurz an meinem Arm geschnuppert und normal weiter…etc.pp (Ich kam mir vor wie „Folge mir, ich weiss auch nicht, wo’s langgeht….
)
Auch jetzt in der Halle spielen wir Fangen zusammen, aber sobald ich mich umdrehe, steht sie hinter mir…führe ich sie, geht sie nicht *neben*, sondern *hinter* mir, immer zwischendurch kurz, aber nicht lästig, den Kopf an mich stubsend…..bleibe ich stehen – steht sie, gehe ich nach rechts/links – klebt sie dran.
Sooo extrem machen das meine anderen drei nicht, obwohl ich Ragna jetzt seit 17 Jahren habe und Serina vor 12 Jahren mit 18 Monaten bekam…(sie tickt nur aus, wenn ich aus der Halle gehe um etwas zu holen, *obwohl* noch andere/jemand anderes in der Halle ist und "kurz aufpassen" soll...
) Seide hatte in den letzten Jahren ja weniger Kontakt zu mir, nachdem sie ursprünglich als mein Pflegepferd verkauft wurde, sie wird mich in der Zeit eh vergessen haben und jetzt „neu kennen gelernt“ haben (obwohl mein LG meint, sie würde mich wieder erkennen, mittlerweile brummelt sie sogar auch, wenn ich komme)
Nun aber meine eigentlich Frage wegen Hörnchen.
Soll ich dieses fast „blinde“ Vertrauen irgendwie (positiv!) ausnutzen.
Ich würde vielleicht einige kleine Sachen Bodenarbeit machen, habe aber aufgrund meines Berufes (Schichtdienst) und auch wg. der „Besetzung der Halle“ auch nicht soooo stundenlang Zeit (.Bsp. mit Aufbauen, o.ä.)
Was kann man auch so mal zwischendurch ausprobieren/üben? Vielleicht auch, um ihr etwas Abwechslung zu geben…?
Selbst meinem TA fiel schon auf, wie sehr sie an mir klebt und sich von mir wirklich fast alles gefallen lässt..……
Obwohl wir wirklich lange Anlaufschwierigkeiten hatten (ich traute mich lange nicht drauf), merkt sie vielleicht, daß ich ihr mittlerweile wirklich vertraue (wenn ich z.Bsp. beim Putzen in den "kleinsten Winkeln" zwischen ihren Beinen und unterm Bauch regelrecht knie und sie mich dabei immer nur interessiert und leicht verdutzt dabei beobachtet
(..."liebe Kinder, bitte NICHT nachmachen..."
)
l.G.
Rg
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